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		<title>Lebensräume von Wiesenvögeln sichern &#8211; Dr. Birkner startet bisher größtes Vogelschutzprojekt in Deutschland</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 19:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[MOORMERLAND/HANNOVER. „Es ist das bisher größte Naturschutzprojekt aus dem LIFE+ &#8211; Natur-Programm in Deutschland: Mit 22,3 Millionen Euro hat die Europäische Kommission Ende 2011 ein Projekt zum Schutz von Wiesenvögeln in Niedersachsen genehmigt und wird 60 Prozent der Kosten übernehmen&#8221;, sagte heute Umweltminister Dr. Stefan Birkner. 40 Prozent werden größtenteils vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>MOORMERLAND/HANNOVER. „Es ist das bisher größte Naturschutzprojekt aus dem LIFE+ &#8211; Natur-Programm in Deutschland: Mit 22,3 Millionen Euro hat die Europäische Kommission Ende 2011 ein Projekt zum Schutz von Wiesenvögeln in Niedersachsen genehmigt und wird 60 Prozent der Kosten übernehmen&#8221;, sagte heute Umweltminister Dr. Stefan Birkner. 40 Prozent werden größtenteils vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz kofinanziert. Auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland beteiligen sich finanziell.</p>
<p>Im Landhaus Oltmanns in Moormerland ist das Projekt heute offiziell gestartet und vorgestellt worden.</p>
<p><span id="more-321"></span>„Niedersachsen ist das wichtigste Wiesenvogelland in Deutschland&#8221;, betonte der Minister. „Bis zu 70 Prozent aller Wiesenvögel, die es in Deutschland überhaupt gibt, sind bei uns zuhause, beispielsweise <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/rotschenkel/" title="Rotschenkel">Rotschenkel</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/bekassine/" title="Bekassine">Bekassine</a> und Wachtelkönig. Deshalb haben wir auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz &#8211; deutschlandweit und in der EU.&#8221; Bereits seit 2000 habe Niedersachsen daher die wichtigsten Flächen für Wiesenvögel als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen.</p>
<p>In den kommenden neun Jahren sollen mit dem neuen Naturschutzprojekt die Kernflächen der Wiesenvogelschutzgebiete Niedersachsens speziell für die heimischen Wiesenvögel entwickelt und gesichert werden. Diese Flächen liegen vor allem in den <strong>Landkreisen Wesermarsch, Leer, Aurich, Emsland, Cloppenburg, Vechta</strong>, den kreisfreien <strong>Städten Emden und Oldenburg</strong> sowie an der <strong>Unterelbe in Cuxhaven und Stade</strong>.</p>
<p>Die speziellen Schutzmaßnahmen sind notwendig, da der Bestand stark abgenommen hat. Hauptursache für den Rückgang der Wiesenvögel ist der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Ein weiterer Faktor ist die Flächenentwässerung, denn die meisten Arten benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Flächen. Derartige Verhältnisse finden sich heute nur noch in sehr wenigen Schutzgebieten.</p>
<p>„Bei dem neuen Projekt geht es also insbesondere um eine Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz&#8221;, so Umweltminister Birkner. Der Lebensraum für Wiesenvögel solle auf öffentlichen Naturschutzflächen verbessert werden, gleichzeitig sollen sie in landwirtschaftlicher Grünlandnutzung verbleiben. Das könne nur dann langfristig erfolgreich und nachhaltig sein, wenn die nötige Balance zwischen den Erfordernissen der Landwirtschaft und dem Vogelschutz hergestellt werde. „Auch werden wir die Jägerschaft bitten, das Projekt zusätzlich zu unterstützen&#8221;, kündigte Birkner an. Ziel sei es, dass Füchse und Marder daran gehindert werden, den Bruterfolg der Wiesenvögel zu gefährden.</p>
<p><strong>HINTERGRUND:</strong></p>
<p>LIFE+ ist ein spezielles Förderinstrument der EU zur Umsetzung der europäischen Umweltpolitik. Aus der Antragsrunde 2010 werden Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 244 Mio. Euro gefördert. 34,5 Mio. gehen an deutsche Antragsteller, darunter sind acht Naturschutzprojekte, von denen allein rund 13,5 Mio. Euro für den Wiesenvogelschutz in Niedersachsen fließen. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat als Träger die Durchführung für die nächsten neun Jahre an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (<a href="http://www.nlwkn.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=7892&amp;_psmand=26" rel="nofollow" target="_blank">NLWKN</a>) und an die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer übertragen. Außerdem sind das Baltic Environmental Forum in Hamburg sowie die niederländische Naturschutzvereinigung Naturmonumenten grenzübergreifend an dem Projekt beteiligt.</p>
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		<title>Die Wiesenvögel sollen hier heimisch bleiben</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:27:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auch wenn man es bei diesem Winterwetter zurzeit nicht sieht: Niedersachsen ist Wiesenvogelland. Uferschnepfe, Rotschenkel oder Wachtelkönig sind hier heimisch. Bei einigen Vogelarten leben zwei Drittel des deutschen Gesamtbestandes auf niedersächsischen Wiesen. Doch dieser Gesamtbestand ist bei vielen Arten auch stark bedroht &#8211; denn durch die immer intensivere Landwirtschaft werden Brutgebiete in naturbelassenen Wiesen immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn man es bei diesem Winterwetter zurzeit nicht sieht: Niedersachsen ist Wiesenvogelland. <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/rotschenkel/" title="Rotschenkel">Rotschenkel</a> oder Wachtelkönig sind hier heimisch. Bei einigen Vogelarten leben zwei Drittel des deutschen Gesamtbestandes auf niedersächsischen Wiesen. Doch dieser Gesamtbestand ist bei vielen Arten auch stark bedroht &#8211; denn durch die immer intensivere Landwirtschaft werden Brutgebiete in naturbelassenen Wiesen immer seltener.</p>
<h3><span id="more-327"></span>Bestand nimmt stark ab</h3>
<p>Ein neues Wiesenvogelschutzprojekt soll etwas dagegen tun. Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner stellte es am Mittwoch in Moormerland bei Leer vor. Es ist das bislang größte Vogelschutzprojekt in Niedersachsen. Die Maßnahme sei notwendig, weil der Bestand durch den Agrarwandel stark abgenommen habe, erklärte Birkner. Niedersachsen ist nach seinen Angaben das wichtigste Wiesenvogelland in Deutschland und habe deshalb eine besondere Verantwortung.</p>
<h3>22 Millionen Euro für den Vogelschutz</h3>
<p>Mehr als 22 Millionen Euro fließen in den kommenden neun Jahren in den Schutz der heimischen Wiesenvögel. Das Ziel ist, die Lebensbedingungen für <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/bekassine/" title="Bekassine">Bekassine</a> oder <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a> in zwölf niedersächsischen Vogelschutzgebieten zu sichern und zu verbessern und das möglichst gemeinsam mit der Landwirtschaft. Die Flächen sollen den Landwirten weiterhin zur Grünlandnutzung zur Verfügung stehen, aber im besseren Einklang mit dem Vogelschutz.</p>
<h3>Ungenutzte Flächen für Vögel aufbereiten</h3>
<p>Kreislandvolk-Geschäftsführer Rudolph Bleker aus Leer begrüßt das Projekt grundsätzlich. Wichtig sei den Landwirten, dass das Geld nicht genutzt werde, um zusätzliche Flächen zu kaufen und zu vernässen &#8211; denn damit würden die ohnehin knappen Flächen für die Landwirtschaft unbrauchbar. Besser sei, sich mit Landwirten abzustimmen. So könnten zum Beispiel vorübergehend brachliegende Nutzflächen für die Wiesenvögel aufbereitet werden, so Bleker.</p>
<h3>EU zahlt den größten Teil</h3>
<p>60 Prozent der Projektkosten zahlt die EU, den Rest zum Großteil das niedersächsische Umweltministerium. Aber auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung vom Kreis Emsland beteiligen sich.</p>
<p>Veröffentlich von <a href="http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/vogelschutz115.html" target="_blank">Sebastian Dettmer, NDR 1</a></p>
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		<title>Der Naturschutz im Emsland im Überblick &#8211; Ausschuss für Umwelt und Natur tagte in Listrup</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 21:36:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Von Heinz Krüssel &#8211; Listrup. Bundesweit zu den besonders bedrohten Vogelarten zählen der Goldregenpfeifer, die Uferschnepfe und der Wachtelkönig. Über den aktuellen Stand entsprechender Artenschutzprojekte für den Bereich des Landkreises Emsland informierten Kreisbaurat Dirk Kopmeyer und Fachbereichsleiter Ludger Pott die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Natur. Vielseitig waren die Themen, mit denen sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Heinz Krüssel</em> &#8211; Listrup. Bundesweit zu den besonders bedrohten Vogelarten zählen der Goldregenpfeifer, die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> und der Wachtelkönig. Über den aktuellen Stand entsprechender Artenschutzprojekte für den Bereich des Landkreises Emsland informierten Kreisbaurat Dirk Kopmeyer und Fachbereichsleiter Ludger Pott die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Natur.<br />
<span id="more-312"></span></p>
<p>Vielseitig waren die Themen, mit denen sich die Mitglieder des Ausschusses in der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode im Gasthaus Oldeweme in Emsbüren-Listrup beschäftigten. Schlaglichtartig stellten Kopmeyer und Pott zum Beispiel Aspekte wie Naturschutzstiftung, Artenschutzprojekte, Klimaschutzwald, CO2-Senke Moor, die Natura-2000-Gebiete, die Wasserrahmenrichtlinie, den Grundwasserschutz, die Wasserqualität und den Bodenschutz vor. Deutlich wurde die Bedeutung der einzelnen Bereiche, mit denen sich der Ausschuss für Umwelt und Natur in den nächsten Jahren immer wieder zu beschäftigen habe.</p>
<p>Die Naturschutzstiftung sei derzeit Projektträger für das „Erhaltungsprogramm für den südlichen Goldregenpfeifer“. Festgestellt worden sei, dass Verluste nicht auf die Landwirtschaft zurückzuführen seien. Unerlässlich sei die Prädatorenbekämpfung (Fuchs und Rabenkrähe), die allerdings sehr zeitaufwendig sei, hieß es.</p>
<p>Weiterhin unterstützt die Naturschutzstiftung das Life+Natur-Projekt „<a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> und Wachtelkönig“ des Landes Niedersachsen. Aus diesem Programm werden ausschließlich Maßnahmen im EU-Vogelschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet „Marka-, Mittelradde- und Südradde-Niederung“ durchgeführt.</p>
<h2>Klimaschutzwald</h2>
<p>Begrüßt wurden die durchgeführten Maßnahmen zum Klimaschutz im Landkreis. Zum Auftakt der Ausschusssitzung war auf einer Fläche von rund drei Hektar in Listrup der erste emsländische Klimaschutzwald begründet worden (wir berichteten).</p>
<p>Informiert wurden die Ausschussmitglieder ferner über den Stand der Ausweisung des Schutzgebietes „Tinner Dose – Sprakeler Heide“. Schutzzweck für das Naturschutzgebiet sei unter anderem der Erhalt und die Entwicklung eines naturnahen Hochmoores, großflächiger Sandheiden und Sandtrockenrasen, erläuterte Pott.</p>
<p>Am Anfang eines umfangreichen Verfahrens stehe man bei der Ausweisung von Teilen des EU-Vogelschutzgebietes „Emstal von Lathen bis Papenburg“ als Landschaftsschutzgebiet, betonte Koopmeyer. „Wir sind stolz auf das bisher Erreichte“, betonte der Kreisbaurat und erwähnte ausdrücklich die zielorientierte Zusammenarbeit mit den örtlichen Jägern.</p>
<p>Begründet wurde die Neufestsetzung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Tunxdorf-Nenndorf-Rhede/Brook“.</p>
<p>Zur Kenntnis nahmen die Ausschussmitglieder abschließend die umfangreichen Ausführungen der Kreisverwaltung zu Anträgen der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Grundwasserbelastung durch Nitrate, zu Stallbauten und zum Thema „Fracking in Lünne“.</p>
<p><strong><em>Erschienen am 31.01.2012 in der Emszeitung</em></strong></p>
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		<title>Einige Tiere leiden unter intensiver Landwirtschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 10:08:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Niederlangen. Über die Auswirkungen der intensiven, auf Gewinn ausgerichteten Landwirtschaft auf die Tier- und Pflanzenwelt hat der Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Josef Schröer, beim ersten Niederlangener Natur- und Heimatfreundetag referiert. Es handele sich, so Schröer, um eine „schleichende, aber doch spürbare“ Entwicklung, bei der es „Gewinner und Verlierer“ gebe. Zu den Gewinnern zählten die Wildschweine, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niederlangen. Über die Auswirkungen der intensiven, auf Gewinn ausgerichteten Landwirtschaft auf die Tier- und Pflanzenwelt hat der Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Josef Schröer, beim ersten Niederlangener Natur- und Heimatfreundetag referiert.</p>
<p><span id="more-223"></span>Es handele sich, so Schröer, um eine „schleichende, aber doch spürbare“ Entwicklung, bei der es „Gewinner und Verlierer“ gebe. Zu den Gewinnern zählten die Wildschweine, das Rehwild, der Fuchs, der Dachs, der Marderhund und der Waschbär, aber auch die Grau- und Nilgans. Die Verlierer seien vor allem Fasane, Rebhühner, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/">Kiebitze</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvögel</a>, Störche, Schmetterlinge und einige Froscharten. Durch die moderne Anpflanzung und breit gefächerte Ernte fänden sie weder genügend Nahrung noch einen geeigneten Brutplatz. Der Vizepräsident, selbst Bauer, rief dazu auf, über realisierbare Auswege nachzudenken und bereits mit Erfolg erprobte Wege anzuwenden.</p>
<p>Vorbereitet worden war die Veranstaltung vom Heimatverein Niederlangen und vom Hegering Lathen. Nach dem Vortrag von Schröer stellte der Geschäftsführer des Kreisheimatvereins Aschendorf Hümmling, Hans Albers den Gästen in einem Bildvortrag die Samtgemeinde Lathen und insbesondere die Gemeinde Niederlangen und die Aktivitäten des Heimatvereins vor.</p>
<p>Bei den Referenten bedankten sich Hegeringsleiter Manfred Trimpe aus Lathen, der Vorsitzende des Heimatvereins Niederlangen, Heinrich Schwarte, der Arbeitskreissprecher der Arbeitsgemeinschaft Land- und Forstwirtschaft, Hubert Albers, und Schriftführerin Ulrike Küppers.</p>
<p>Zum Abschluss spielte die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Lathen. Ihr Leiter Hans Klapprott erklärte die verschiedenen Jagdsignale.</p>
<p><strong><em>Erschienen am 15.12.2011 in der Lingener Tagespost</em></strong></p>
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		<title>22,3 Millionen für Wiesenvogelschutz – größtes Projekt für Niedersachsen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 19:50:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[HANNOVER. „Es ist das deutschlandweit bisher größte Projekt aus dem LIFE- Natur Programm: Mit 22,3 Millionen Euro hat die Europäische Kommission nun ein Wiesenvogelschutzprojekt für Niedersachsen genehmigt und wird 60 Prozent der Kosten übernehmen&#8221;, freute sich Umweltminister Hans-Heinrich Sander am (heutigen) Freitag.&#8221; 40 Prozent werden größtenteils vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz kofinanziert. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>HANNOVER. „Es ist das deutschlandweit bisher größte Projekt aus dem LIFE- Natur Programm: Mit 22,3 Millionen Euro hat die Europäische Kommission nun ein Wiesenvogelschutzprojekt für Niedersachsen genehmigt und wird 60 Prozent der Kosten übernehmen&#8221;, freute sich Umweltminister Hans-Heinrich Sander am (heutigen) Freitag.&#8221; 40 Prozent werden größtenteils vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz kofinanziert. Auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland beteiligen sich finanziell.</p>
<p><span id="more-103"></span>„Niedersachsen ist das wichtigste Wiesenvogelland in Deutschland&#8221;, betonte der Minister. „Mit bis zu 70 Prozent des bundesdeutschen Gesamtbestandes ist bei uns der allergrößte Anteil der Gesamtbestände zu hause, beispielsweise <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/rotschenkel/" title="Rotschenkel">Rotschenkel</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/bekassine/" title="Bekassine">Bekassine</a> und Wachtelkönig. Deshalb haben wir auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz.&#8221; Bereits seit 2000 habe Niedersachsen daher die wichtigsten Wiesenvogelgebiete als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen.</p>
<p>In den kommenden neun Jahren sollen mit dem neuen Naturschutzprojekt die Kernflächen in den wichtigsten Wiesenvogelschutzgebieten Niedersachsens speziell für die heimischen Wiesenvögel entwickelt und gesichert werden. Diese Flächen liegen vor allem in den <strong>Landkreisen Wesermarsch, Leer, Aurich, Emsland, Cloppenburg, Vechta</strong>, den kreisfreien <strong>Städten Emden und Oldenburg</strong> sowie an der <strong>Unterelbe in Cuxhaven und Stade</strong>.</p>
<p>Spezielle Schutzmaßnahmen für die Wiesenvögel sind notwendig, da der Bestand zusammengebrochen war, Hauptursache für den Rückgang der Wiesenvögel ist der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Ein weiterer Faktor ist die Flächenentwässerung, denn die meisten Vögel dieser Art benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Flächen &#8211; für manche müssen Brutgebiete sogar unter Wasser stehen. Derartige Verhältnisse finden sich heute nur noch in sehr wenigen Schutzgebieten.</p>
<p>„In dem neuen Projekt geht es also insbesondere um eine Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz&#8221;, so Umweltminister Sander. Auf öffentlichen Naturschutzflächen solle der Lebensraum für Wiesenvögel verbessert werden, gleichzeitig sollen sie in landwirtschaftlicher Grünlandnutzung verbleiben. Das könne nur dann langfristig erfolgreich und nachhaltig sein, wenn die nötige Balance zwischen den Erfordernissen der Landwirtschaft und dem Artenschutz hergestellt werde. „Auch werden wir die Jägerschaft bitten, das Projekt zusätzlich durch jagdliche Maßnahmen zu unterstützen&#8221;, kündigte Sander an. Ziel sei es, dass Füchse und Rabenkrähen dran gehindert werden, den Bruterfolg der Wiesenvögel zu gefährden.</p>
<p><strong>HINTERGRUND:</strong></p>
<p>LIFE+ ist ein spezielles Förderinstrument der EU zur Umsetzung der europäischen Umweltpolitik. Aus der Antragsrunde 2010 werden Vorhaben von insgesamt 244 Mio. Euro gefördert. 34,5 Mio. gehen an deutsche Antragsteller, darunter sind acht Naturschutzprojekte, von denen allein rund 13,4 Mio. Euro nach Niedersachsensen gehen für den Vogelschutz. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat als Träger des Projektes die Durchführung für die nächsten neun Jahre an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (<a href="http://www.nlwkn.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=7892&amp;_psmand=26" rel="nofollow" target="_blank">NLWKN</a>) und an die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer übertragen. Außerdem sind das Baltic Environmental Forum in Hamburg sowie die niederländische Naturschutzvereinigung Natuurmonumenten grenzübergreifend an dem Projekt beteiligt.</p>
<p><strong><em>Veröffentlicht am 12.08.2011 vom Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz<br />
</em></strong></p>
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		<title>Straffer Zeitplan für Naturschutz im Emsland</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 20:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meppen. Die Kreisverwaltung hat den Umweltausschuss während einer öffentlichen Sitzung über den aktuellen Stand bei der nationalen Sicherung sogenannter Natura-2000-Gebiete informiert. Dabei geht es darum, Fauna-, Flora- und Habitat (FFH)- sowie Vogelschutzgebiete in deutsches Recht zu überführen. Alle EU-Staaten hatten vor rund zehn Jahren besonders wertvolle Natur (FFH)- und Vogelschutzgebiete nach Brüssel melden müssen. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meppen. Die Kreisverwaltung hat den Umweltausschuss während einer öffentlichen Sitzung über den aktuellen Stand bei der nationalen Sicherung sogenannter Natura-2000-Gebiete informiert. Dabei geht es darum, Fauna-, Flora- und Habitat (FFH)- sowie Vogelschutzgebiete in deutsches Recht zu überführen.</p>
<p><span id="more-208"></span>Alle EU-Staaten hatten vor rund zehn Jahren besonders wertvolle Natur (FFH)- und Vogelschutzgebiete nach Brüssel melden müssen. Sie standen damit faktisch unter dem Schutz der Europäischen Union, diese verlangt aber, dass die einzelnen Staaten ihr Naturschutzrecht anwenden und die Gebiete nach eigenen Kategorien ausweisen.</p>
<p>Im <a href="http://www.emsland.de" title="Landkreis Emsland " rel="nofollow" target="_blank">Landkreis Emsland </a>kommt eine Ausweisung als Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet sowie als Naturdenkmal oder geschützter Landschaftsbestandteil infrage. Allen Gebieten ist gemeinsam, dass der ökologische Zustand nicht verschlechtert werden darf.</p>
<p>Im Emsland (ohne den Zuständigkeitsbereich der Stadt Lingen) sind nach Angaben von Fachbereichsleiter Dirk Kopmeyer insgesamt 17 FFH-Gebiete mit einer Gesamtgröße von exakt 15991 Hektar und fünf EU-Vogelschutzgebiete mit zusammen 14933 Hektar ausgewiesen worden. Die Flächengrößen seien jedoch nicht addierbar, da sich die Schutzgebiete teilweise großflächig überschneiden.</p>
<p>Seit 2005 werden die ausgewiesenen Gebiete nacheinander in nationales Recht überführt (wir berichteten mehrfach) — bei sieben FFH- und drei Vogelschutzgebieten ist dieser Prozess abgeschlossen. In diesem Jahr sollen unter anderem das Hahnenmoor, die Tinner Dose und das Berger Kaienvenn folgen.</p>
<p>Eine besondere Herausforderung ist nach Kopmeyers Angaben die Bearbeitung des FFH-Schutzgebietes Ems, das sich von Papenburg bis Salzbergen erstreckt.</p>
<p>Diese Ausweisung solle nach seinen Angaben abschnittweise bis 2014 erfolgen. „Wir gehen davon aus, dass sämtliche Unterschutzstellungsmaßnahmen spätestens 2015 abgeschlossen sein werden“, sagte Kopmeyer.</p>
<p>Vertreter aller Parteien stimmten in der öffentlichen Sitzung des Kreisumweltausschusses in Meppen dem Vorgehen zwar grundsätzlich zu, forderten aber, so wie bisher die Interessen der Anlieger zu beachten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Veröffentlicht am 01.04.2011 von Tobias Böckermann, Lingener Tagespost<br />
</em></strong></p>
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		<title>Grünland in Gefahr: Artenvielfalt nimmt ab</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 19:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Quakenbrück. Die Uferschnepfe hat es weit gebracht. Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht der Vogel mit dem langen Stocherschnabel jedenfalls ganz oben – und mit ihm der einst artenreiche Lebensraum Feuchtwiese. Der Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen hat jetzt in Quakenbrück Bilanz der letzten zwei Jahrzehnte gezogen – und die fällt dramatisch schlecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Quakenbrück. Die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> hat es weit gebracht. Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht der Vogel mit dem langen Stocherschnabel jedenfalls ganz oben – und mit ihm der einst artenreiche Lebensraum Feuchtwiese. Der Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen hat jetzt in Quakenbrück Bilanz der letzten zwei Jahrzehnte gezogen – und die fällt dramatisch schlecht aus.</p>
<p><span id="more-101"></span>Vor 20 Jahren war der Arbeitskreis in Meppen gegründet worden, die Mitglieder kamen und kommen aus verschiedenen Umweltschutzorganisationen der Region. Als Leitart wählten sie damals die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> aus und untersuchten ihren Bestand seitdem mehrfach intensiv auf 126.000 Hektar Grünland in den Landkreisen Emsland, Grafschaft Bentheim, Osnabrück, Vechta, Diepholz, Cloppenburg und Leer.</p>
<p>Das Ergebnis ist erschreckend: Trotz Schutzbemühungen sind viele Bestände in den letzten zwei Jahrzehnten erloschen oder stark dezimiert worden. Da die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> sehr hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt, gilt: Wo sie sich rar macht, fehlen bald vielleicht auch <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a> oder <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/bekassine/" title="Bekassine">Bekassine</a> und damit einstige Charakterarten Niedersachsens. „Die Biodiversität, also die Vielfalt der Arten, ist in Gefahr“, sagen Johannes Melter und Robert Tüllinghoff vom Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz.</p>
<p>Diese Bilanz zog auch Dr. Heinz Düttmann. Der Biologe und gebürtige Emsländer sprach für das Landesumweltministerium ein Grußwort und stellte fest: Zwar fließen mehr als sieben Millionen Euro jährlich in landesweite Biotop-Pflegeprogramme und den Erschwernisausgleich für jene Landwirte, die Feuchtgrünland pflegen und damit Flora und Fauna erhalten. Diese Programme seien zwar erfolgreich, reichten aber nicht aus, bedauerte Düttmann.</p>
<p>Niedersachsen beherberge zum Beispiel drei Viertel aller deutschen <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/">Uferschnepfen</a> und damit auch einen großen Teil des Weltbestandes, was die besondere Bedeutung des Landes für ihren Schutz deutlich mache. Dennoch nähmen viele Wiesenvogelarten in ihrem Bestand ab.</p>
<p>Andere Wissenschaftler bestätigten den Trend. Selbst einstige Allerweltspflanzen wie das Wiesenschaumkraut sind, wo sie noch wachsen, fast schon ein floristisches Ereignis, weil Wiesen durch Düngung und frühen Schnitt immer artenärmer sind.</p>
<p>Gleichzeitig werden immer noch Wiesen in Ackerland umgewandelt – zugunsten von immer mehr Mais, der in Biogasanlagen wandert, wie Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund beklagte. Und auch der Fuchs spiele als Nesträuber eine zunehmende Rolle, sagte der Biologe. Insgesamt sei die Situation kritisch und die Aussichten schlecht, sagte Hötker.</p>
<p>Maßnahmen gegen den Schwund der grün-bunten Kulturlandschaft wären bekannt: Grünland erhalten, Bauern den Aufwand bezahlen, das Grundwasser nicht weiter absenken.</p>
<p>Aber in Zeiten, in denen für einen Hektar Ackerland, der mit Mais für Biogasanlagen bestellt werden kann, 1000 Euro gezahlt werden, bleibt für Wiesenvögel kein Raum, und ihr Schutz droht unbezahlbar zu werden. Wenn es so weitergehe, so war zu vernehmen, sei die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> bald so selten wie der chinesische Panda-Bär.</p>
<p>Für Johannes Melter und Robert Tüllinghoff ist das aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Sie und ihre Mitstreiter wollen weitermachen mit dem Schutz der biologischen Vielfalt.</p>
<p><strong><em>Veröffentlicht am 15.11.2010 von Tobias Böckermann, Lingener Tagespost </em></strong></p>

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		<title>Pilotprojekt Tierrettung erfolgreich &#8211; Keine Wildtieropfer bei Ernte</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 19:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meppen. Durch den stark zunehmenden Bau und Betrieb von Biogasanlagen wird im Landkreis Emsland wie auch in anderen Landesteilen Niedersachsens vermehrt Grünroggen als Winterfrucht angebaut, der im Mai geerntet wird. Da Reh, Fuchs, Hase und Fasan sowie auch Kiebitz und Großer Brachvogel sich mit ihren Jungen in den Grünroggen &#8211; der zur Mahdzeit nahezu die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meppen. Durch den stark zunehmenden Bau und Betrieb von Biogasanlagen wird im <a href="http://www.emsland.de" title="Landkreis Emsland " rel="nofollow" target="_blank">Landkreis Emsland </a>wie auch in anderen Landesteilen Niedersachsens vermehrt Grünroggen als Winterfrucht angebaut, der im Mai geerntet wird. Da Reh, Fuchs, Hase und Fasan sowie auch <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a> und <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/" title="Großer Brachvogel">Großer Brachvogel</a> sich mit ihren Jungen in den Grünroggen &#8211; der zur Mahdzeit nahezu die einzige Deckung in der Feldflur ist &#8211; zurückziehen, kommen nach Angaben der Jäger während der Ernte zahlreiche Wildtiere durch den Einsatz von Großmaschinen unbeabsichtigt zu Tode. Um dem zukünftig entgegen wirken zu können, ist in einem Pilotprojekt im <a href="http://www.emsland.de" title="Landkreis Emsland " rel="nofollow" target="_blank">Landkreis Emsland </a>untersucht worden, inwieweit der Mähtod von Wildtieren bei der Ernte u. a. von Grünroggen vermieden werden kann. Insbesondere die Mahd von innen nach außen verbunden mit so genannten Vergrämungsmethoden erwies sich als überaus erfolgreich.</p>
<p><span id="more-99"></span></p>
<p>Die Projektstudie wurde im Meppener Kreishaus vom Gutachter Peter Stelzer an Kreisbaurat Martin Zeller, Josef Schröer, Vizepräsident Landesjägerschaft Niedersachsen, Wilhelm Klumpe, Kreisjägermeister und Vorsitzender der Jägerschaft Aschendorf-Hümmling, und Johann Högemann, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, überreicht.</p>
<p>Initiiert durch den <a href="http://www.emsland.de" title="Landkreis Emsland " rel="nofollow" target="_blank">Landkreis Emsland </a>ist das über mehrere Wochen angelegte Projekt im Auftrag der Landesjägerschaft Niedersachsen gemeinsam mit den emsländischen Jägerschaften und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführt worden. Insgesamt wurde während des Projekts eine Fläche von 60 ha an drei Standorten untersucht. Ziel war es, in den Jägerschaften Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling je einen Betrieb mit Grünroggenanbau bei der Ernte zu begleiten und die möglichen Mähopfer zu erfassen. Zunächst wurde die Nutzung der Flächen durch Wildtiere ermittelt. Anschließend wurden Vergrämungsmaßnahmen am Tag vor der Ernte durchgeführt, die Wildtiere aus den Feldern vertreiben sollten. Dazu zählten der nächtliche Betrieb von kleinen Radios sowie das Aufstellen von farbigen Flatterbändern und „knisternden“ Tüten. „Bei Anwendung dieser Vergrämungsmethoden führen die Alttiere ihre Jungen aus den Flächen, so dass nicht nur bei bedrohten Arten wie <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a> und Großem <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a> die Altvögel und zur Bestandserhaltung der so wichtige Nachwuchs gerettet werden können“, erläutert Zeller.</p>
<p>Der eigentliche Mähvorgang wurde durch Mitarbeiter des Planungsbüros dokumentiert und von den beteiligten Revierinhabern und Jägern begleitet. „Bislang wird üblicherweise von außen nach innen gemäht. Gerade dies sollte im Projekt vermieden werden“, so Zeller. Statt dessen arbeiteten sich die Erntemaschinen von innen nach außen vor. Högemann betont: „Für Lohnunternehmer und Landwirte bedeutet diese Art des Mähens keinen erhöhten Aufwand. Es ist allenfalls gewöhnungsbedürftig“.</p>
<p><strong><em>Veröffentlicht am 13.07.2010 vom Landkreis Emsland</em></strong></p>
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		<title>Gretas Rufe sind nur noch selten zu hören</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 12:53:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Naturschützer verlangen einen wirksamen Schutz der Uferschnepfe und anderer Wiesenvögel. Naturschutzbund und Ornithologische Vereinigung Ostfriesland schlagen Alarm: &#8220;Die Brutbestände sind im freien Fall.&#8221; Potshausen &#8211; Auf der Jahrestagung der ostfriesischen Vogelkundler haben die Ornithologische Vereinigung Ostfriesland (OVO) und der Naturschutzbund (NABU) &#8220;dringend wirksame Maßnahmen im Wiesenvogelschutz&#8221; gefordert. Eine Bestandsaufnahme zeige, dass &#8220;Ostfriesland heute in weiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Naturschützer verlangen einen wirksamen Schutz der <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> und anderer Wiesenvögel. Naturschutzbund und Ornithologische Vereinigung Ostfriesland schlagen Alarm: &#8220;<em>Die Brutbestände sind im freien Fall</em>.&#8221; <span id="more-56"></span></p>
<p>Potshausen &#8211; Auf der Jahrestagung der ostfriesischen Vogelkundler haben die Ornithologische Vereinigung Ostfriesland (OVO) und der Naturschutzbund (NABU) &#8220;<em>dringend wirksame Maßnahmen im Wiesenvogelschutz</em>&#8221; gefordert. Eine Bestandsaufnahme zeige, dass &#8220;<em>Ostfriesland heute in weiten Bereichen wiesenvogelfreie Zone ist</em>&#8220;, so Nabu-Sprecher Uwe Schramm in einer Pressemitteilung. &#8220;<em>Die Brutbestände von <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> und <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a> sind im freien Fall</em>&#8220;, sagte er auf der Tagung in Potshausen.</p>

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<p>&#8220;Greta&#8221;, so heißt die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> in Ableitung ihrer Lautäußerungen auf Plattdeutsch. Doch ihre eindringlichen Rufe hört man in Ostfriesland heute kaum noch. Vor allen Dingen die Intensivierung der Landwirtschaft sowie die übermäßige Entwässerung des Binnenlandes haben die einst häufige Art nach Ansicht der Naturschützer auf einen Spitzenplatz der roten Liste katapultiert. &#8220;Greta&#8221; brütet nur in den Niederlanden, Belgien und Norddeutschland. Etwa 30 Prozent des Weltbestandes entfallen entfallen laut NABU auf die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Alleine in Niedersachsen sei der Brutbestand der <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a> in den vergangenen zehn Jahren um etwa 30 Prozent zurückgegangen, mit weiter fallender Tendenz.</p>
<h3>Mehrere Schutzgebiete sind von der EU für die Vögel ausgewiesen worden</h3>

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<p>Daher fordern nicht nur Vogelschutzverbände sondern auch die Europäische Union zwingend Maßnahmen, um das Überleben der Art und eine Bestandserholung zu gewährleisten. Gleich mehrere Schutzgebiete wurden unter anderem für die Wiesenvögel <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>, <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/rotschenkel/" title="Rotschenkel">Rotschenkel</a> und Groß<a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">brachvogel</a> in Ostfriesland ausgewiesen. Doch Erfolge gebe es trotz der Schutzgebietsausweisungen und des Einsatzes vieler Millionen für den Vertragsnaturschutz für diese Arten bisher kaum, denn es fehle an den notwendigen rechtlichen Regelungen, so der NABU.</p>
<p>&#8220;<em>Hier sind die Landkreise in der Pflicht</em>&#8220;, so Schramm. Bei der Ausweisung von Schutzgebieten müssten sie wirksame Schutzmaßnahmen festschreiben. Dazu gehört nach Ansicht des Nabu mindestens ein Grünlandumbruchverbot, das nicht durch den Nachweis von ersatzweise neu eingesätem Grünland umgangen werden kann, eine Anhebung der Wasserstände zwischen Februar und Juli sowie das Verbot von Gülleausbringung und Schleppen zwischen Mitte März und Mitte Juni.</p>
<p><strong><em>Veröffentlicht am 14.05.2010 von der Ostfriesen-Zeitung</em></strong></p>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 12:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Emsland wer­den mit einem Ge­lege- und Küken­schutzprogramm die Bestände be­drohter Wiesenvö­gel geschützt. Da­für sind Anika Börries und Thomas Schomaker aus Werlte ehren­amtlich tätig. Von Christine Schneider-Berents WERLTE. Donnerstag, später Nachmittag: Es reg­net, es ist windig und es ist kalt. Norddeutsches Schietwetter. Es taugt ei­gentlich nicht zu mehr, als den Tag in eine kuschelige Decke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Emsland wer­den mit einem Ge­lege- und Küken­schutzprogramm die Bestände be­drohter Wiesenvö­gel geschützt. Da­für sind Anika Börries und Thomas Schomaker aus Werlte ehren­amtlich tätig. Von Christine Schneider-Berents</p>
<p><span id="more-51"></span>WERLTE. Donnerstag, später Nachmittag: Es reg­net, es ist windig und es ist kalt. Norddeutsches Schietwetter. Es taugt ei­gentlich nicht zu mehr, als den Tag in eine kuschelige Decke gehüllt auf dem So­fa liegend zu verbringen. Doch Anika Börries aus Werlte zieht sich stattdessen eine warme Jacke und Gummistiefel an, setzt sich ins Auto und fährt in Rich­tung „Vreeser Wiesen&#8221;. Dort hat sie auf der Weide eines Landwirtes das Gele­ge eines Kiebitzpärchens markiert. Zwei Bambus­stöcke links und rechts des Nestes stecken einen rund zwei Meter langen Bereich ab, der mit dem Traktor umfahren werden sollte.<br />
Anika Börries hat ein gro­ßes Herz für kleine Vögel. Sie ist Gebietsbetreuerin, eine von insgesamt vier, die im <a href="http://www.emsland.de" title="Landkreis Emsland " rel="nofollow" target="_blank">Landkreis Emsland </a>eh­renamtlich für das Gelege-und Kükenschutzpro­gramm für Wiesenvögel tä­tig sind. Während sich die 29-Jährige um den Vogel­nachwuchs im Bereich Werlte und Wieste küm­mert, ist ihr Lebensgefähr­te Thomas Schomaker schwerpunktmäßig in Vrees und Bockholte un­terwegs. Johann Windhaus ist für Vinnen zuständig. Gemeinsam sind die drei in den Niederungen der Flüs­se Süd- und Mittelradde sowie Marka im Ein­satz. Weiter oben im Norden des Altkreises Aschendorf-Hümmling achtet Si­mon Slagman aus Papenburg da­rauf, dass die Jungen des <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>&#8217;, der <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/uferschnepfe/" title="Uferschnepfe">Uferschnepfe</a>, des Großen Brachvogels, des Austernfischers und der <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/bekassine/" title="Bekassine">Bekassine</a> im Deich­vorland der Ems von Lathen bis Weener flügge werden können.</p>
<p>„Der Erfolg des Programmes steht und fällt aller­dings mit der Akzeptanz durch die Landwirte. Ma­chen die nicht mit, haben wir kaum eine Chance, möglichst viele Nester zu finden&#8221;, erläutert Anika Börries und verweist damit auf einen ganz wichtigen Partner in Sachen Wiesen­vogelschutz. „Hier bei uns beteiligen sich rund 50 Bauern. Sie rufen uns an, wenn sie auf einer ihrer Flächen ein Gelege gefun­den haben. Dann fahren wir raus, markieren es und kontrollie­ren alle zwei bis drei Ta­ge, ob noch alles in Ord­nung ist&#8221;, erklärt Tho­mas Schomaker die Zusammen­arbeit mit Landwirten. Ei­ner von ihnen ist Hans-Günter Nannen aus Vrees.</p>
<p>Er mästet Bullen und Schweine. Auf seinen Äckern wachsen Mais und Getreide he­ran &#8211; und Vogeljunge. „Natürlich mache ich mit. Da­durch habe ich doch keine Um­stände. Ich sag&#8217; Be­scheid. Und fertig. Um ein Nest he­rumzufah­ren, ist doch kein Pro­blem. Ein kleiner Schlenker, mehr nicht. Und außer­dem wird das ja auch noch bezahlt&#8221;, sagte der 48-Jäh­rige. „In der Tat. Es lohnt sich, sich mit uns in Ver­bindung zu setzen&#8221;, so Börries.</p>
<p>Für jedes von ihm gefun­dene Gelege erhält der Landwirt 25 Euro. Je ge­schütztes Nest bekommt er noch einmal 25 Euro dazu. 100 Euro je Hektar werden gezahlt, wenn sich der Viehauftrieb oder die Mahd bis zum 1. Juni ver­zögert, weil beispielsweise der spätbrütende Große <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a> die Fläche noch nicht verlassen hat. Für dieses Jahr stehen für die <a href="http://wiesenvogelschutz.de/schutzprogramm/gelegeschutz/" title="Gelegeschutz">Gelegeschutz</a>-Initiative im Emsland insgesamt rund 33 000 Euro an Lan­des-, EU- und Landkreis-Mitteln zur Verfügung.</p>
<p>„Ich würde diese Sache aber auch unterstützen, wenn es kein Geld gäbe. <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/">Kiebitze</a> und die anderen Vögel gehören in unsere Landschaft. Es wäre schade, wenn sie daraus ver­schwinden würden&#8221;, findet Landwirt Nannen. Das ist auch einer der Gründe, warum sich Anika Börries für den Wiesenvogelschutz einsetzt. Sie ist von Beruf Umweltwissenschaftlerin und für ein Pla­nungsbüro in Westerstede tätig. Bei ihrer Arbeit setzt sich die junge Frau täglich mit dem Problem ausei­nander, die Belange des Naturschutzes mit der Entwicklung einer Kom­mune unter einen Hut zu bekommen.</p>
<p>„Wiesenvögel sind charak­teristisch für unsere emsländische Landschaft, vie­le Arten sind in ihrem Be­stand bedroht. Sehr stark der Große <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/groser-brachvogel/">Brachvogel</a>, stark der <a href="http://wiesenvogelschutz.de/wiesenvoegel/kiebitz/" title="Kiebitz">Kiebitz</a>. Ich will nicht die Welt retten. Aber ich möchte dazu beitragen, dass die Vögel bei uns eine Überlebenschance haben&#8221;, sagt Börries und stellt klar, dass nicht allein die Land­wirtschaft schuld daran ist, dass die Bestände zurück­gehen.</p>
<p>Die intensive Bewirtschaf­tung der Flächen sei nur ein Grund von vielen, er­gänzt Thomas Schomaker. Ihn freut es, dass sich die emsländischen Bauern für den Wiesenvogelschutz stark machen. Vor vier Jahren habe der Landkreis das Projekt gestartet. Er­folge seien sicher erst in ein paar Jahren zu sehen. „Doch uns werden immer mehr Nester gemeldet. Die Landwirte sind für das Thema sensibilisiert. Und das ist klasse&#8221;, freut sich der 35-Jährige.</p>
<p><strong><em>Veröffentlicht am 04.04.2010 von Der Wecker</em></strong></p>
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